Im Zeitalter von Analogkäse, Klebeschinken und ESL-Milch sind Hintergrundinformationen rund um Lebensmittel und deren Zutaten nötiger denn je. Hier setzt das neue Portal lebensmittelklarheit.de an – es gibt Verbrauchern aber auch Gelegenheit, Produkte zu melden, bei denen sie sich durch die Aufmachung oder Kennzeichnung getäuscht oder irregeführt fühlen.
Denn genau das ist angesichts vollmundiger Werbeversprechen und klangvoller Bezeichnungen häufig der Fall – falsche Erwartungen verlocken zum Kauf. Das neue Portal lebensmittelklarheit.de soll nun für mehr Durchblick sorgen: Es bietet Hintergrundinformationen für Verbraucher, die sich über die geltenden Vorschriften und gesetzlichen Regelungen in Sachen Lebensmittel-Kennzeichnung schlaumachen möchten.
Fragen gibt’s genug: Wie viel Leber muss in einer Leberwurst enthalten sein? Darf Schafskäse aus Kuhmilch gewonnen werden? Und muss Bananenschokolade Bananen enthalten? In einem Diskussionsbereich haben Nutzer zudem die Möglichkeit, sich mit Experten in Chats und Foren zum Thema Lebensmittel-Kennzeichnung auszutauschen. Begleitende Marktuntersuchungen und Verbraucherbefragungen sollen die im Internet gewonnenen Erkenntnisse überprüfen.
Das eigentliche Herzstück der Seite ist jedoch der „Produktbezogene Bereich“, den die Lebensmittelindustrie einen „Internet-Pranger“ nennt und gegen den sie seit Monaten Stimmung macht: Hier können Verbraucher konkrete Produktbeispiele melden, bei denen sie sich durch die Aufmachung oder Kennzeichnung getäuscht oder irregeführt sehen. Lebensmittel-Experten der Verbraucherzentrale Hessen, die gemeinsam mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband für lebensmittelklarheit.de inhaltlich verantwortlich ist, nehmen die eingereichten Beispiele dann unter die Lupe und beurteilen, ob beim gemeldeten Produkt Täuschungspotenzial besteht oder nicht. Wenn ja, gehen die entsprechenden Beschwerden unter Nennung des konkreten Produkts, mitsamt Produktbild und einer Einschätzung durch die Verbraucherschützer online. Der Hersteller bekommt Gelegenheit, binnen einer Frist eine Stellungnahme abzugeben; auch diese wird veröffentlicht.
Demnächst könnte in dieser unrühmlichen Aufzählung also der Joghurt vertreten sein, auf dessen Deckel Früchte abgebildet sind, der aber laut Zutatenverzeichnis statt Früchten nur natürliche Aromen enthält. Oder eine Speiseöl-Flasche, die den Eindruck vermittelt, es handle sich beim Inhalt um Sonnenblumenöl, bei der aber die botanische Herkunft des Öls nicht angegeben wird. Oder der Angebotsprospekt eines Händlers, der eine Seite mit „Angeboten aus unserer Region“ enthält, wobei nicht alle dort dargestellten Produkte aus der Region stammen.
Die Verbraucherschützer wissen allerdings: „Wenn Verbraucher sich durch die Art der Aufmachung getäuscht fühlen, muss es sich nicht unbedingt um Rechtsverstöße handeln.“ Das ist auch der Hauptgrund für die Lebensmittelindustrie, gegen die neue Seite Sturm zu laufen: Es sei nicht akzeptabel, dass Produkte, die rechtlich in Ordnung sind, auf der Internetseite auftauchen, nur weil sich Verbraucher getäuscht fühlten oder nicht genügend Hintergrundwissen hätten.
Die Industrie läuft Sturm gegen das Portal
Die Industrie fürchtet das Portal aber auch aus einem anderen Grund: Die Hersteller wittern drohende weitere Verschärfungen der Lebensmittel-Kennzeichnungspflicht, die Verbraucherschützer schon längst fordern. Die neue Internetseite solle „aufdecken, in welchen Fällen Rechtsvorschriften nicht ausreichen oder nicht konkret genug sind, um eine Verbrauchertäuschung auszuschließen“, heißt es denn auch im Projektvorstellungs-Papier der Verbraucherzentrale Hessen. Und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hofft ganz offiziell darauf, dass die Politik durch das neue Portal erfahre, „wo die Verbraucher der Schuh drückt“. Schließlich ist lebensmittelklarheit.de Teil der Ministeriums-Initiative „Klarheit und Wahrheit bei der Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln“ und wird durch Ministeriumsgelder gefördert.
Wie erfolgreich die neue Seite sein wird, ist noch offen. Doch ein Blick auf www.abgespeist.de zeigt schon einmal, was möglich ist: „Denn Etiketten lügen wie gedruckt“ lautet der Untertitel der Seite, mit der Foodwatch die „Werbelügen auf Lebensmitteln“ entlarvt. Regelmäßig hinterfragt die Verbraucherschutz-Organisation, was Lebensmittelpackungen, Aufkleber und Etiketten versprechen – und scheut sich nicht, ihre für die Hersteller oft wenig schmeichelhaften Erkenntnisse publikumswirksam öffentlich zu machen. So bekam Ferrero für „den unverantwortlichen Versuch, die fett- und zuckerreiche Milch-Schnitte als ,leichte’ Zwischenmahlzeit zu verkaufen“, den „Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge 2011“ verliehen. Aber auch zahlreiche andere Lebensmittel und deren Produzenten hatten schon die zweifelhafte Ehre, genannt zu werden – in manchem Fall führte der öffentliche Protest von Verbrauchern sogar schon zur Änderung von Etiketten oder Rezepturen.
Quelle: geldsparen.de
Über folgende Portale können sich Verbraucher informieren und Einfluss nehmen:
www.foodwatch.de
http://www.lebensmittelklarheit.de
www.abgespeist.de
Samstag, 23. Juli 2011
Sponsoren der Power-Boot-Rennen missachten freiwillige Vereinbarung zum Schutz der Wismarbucht
Lärmendes Spektakel - BUND fordert Verbot der Power-Boot-Rennen in der Wismarbucht vor Boltenhagen
Die Wismarbucht ist eines der bedeutendsten europäischen Schutzgebiete für bedrohte Vögel und Säugetiere an der Ostsee und vom Land Mecklenburg-Vorpommern als solches an die Europäische Kommission gemeldet und dort bestätigt worden. Vor sechs Jahren haben sich Nutzer der Wismarbucht mit der Umweltverwaltung des Landes auf eine freiwillige Vereinbarung verständigt, mit der sie sich verpflichten, das wertvolle Meeresgebiet schonend zu behandeln und damit dessen Naturschutz- und Erholungswert langfristig zu sichern
Aus Anlass des für Ende Juli (29.-31.7.2011) geplanten Power-Boot-Rennens („Poker-Run Weiße Wieck Boltenhagen“) in der Wismarbucht vor Boltenhagen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, bei Veranstaltern, Sponsoren und Genehmigungsbehörde, dem Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck, gegen die Durchführung der Veranstaltung protestiert und ein generelles Verbot derartiger Rennen in der Wismarbucht gefordert.
Arndt Müller, Naturschutzexperte des BUND, äußert sich wie folgt:
„Einzelne Veranstalter und Sponsoren irren sich, wenn sie glauben, dass die hiesigen Küstengewässer eine Rennstrecke für adrenalinhungrige Geschwindigkeitsfanatiker sind. Power-Boot-Rennen verlärmen die Meeresumwelt, beunruhigen und vertreiben hochgradig geschützte Meerestiere, wie Schweinswale, Seehunde und Kegelrobben. Diese Auswüchse der Spaßgesellschaft führen auf schnellstem Wege dazu, dass der Ruf der Wismarbucht als Urlaubsort für Naturfreunde ruiniert wird. Die Vereinbarung zwischen Wassersportlern, Anglern und Umweltbehörden zum Schutz der Wismarbucht wird damit zur Makulatur.“
Gegenüber dem Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck reklamiert der BUND, dass die Verträglichkeit des Bootsrennens mit den Naturschutzzielen des Gebietes nicht ausreichend untersucht wurde. Damit hat sich die Behörde über Naturschutzrecht hinweggesetzt. Auch sind die Umweltbehörden und Naturschutzverbände nicht umfassend angehört worden.
Besonders unverständlich ist aus Sicht des BUND, dass sich die TUI AG - Betreiberin des Hotelkomplexes "Weiße Wiek" Boltenhagen - als Hauptsponsor der umweltschädigenden Veranstaltung betätigt. Mit einer eigenen Abteilung "Umweltmanagement" versucht der Konzern das Bild eines Konzerns zu vermitteln, der sich für Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität einsetzt. So heißt es auf der Internetseite der TUI AG: "Unsere strategische Zielsetzung ist nicht die kurzfristige Vermarktung von Schutzgebieten, sondern die langfristige dauerhafte InWertsetzung von biologischer Vielfalt als das Natur-Kapitalvermögen von Urlaubsregionen, um damit die natürlichen Grundlagen des Tourismus zu erhalten." Nach Auffassung des BUND wirken Power-Boot-Rennen in der Wismarbucht dieser Zielstellung eindeutig entgegen.
Jan Barkowski, Meeresschutzexperte und Mitarbeiter im BUND-Projekt „Das Grüne Band an der Ostsee“:
„Der BUND fordert seit langem die Einstellung von Power-Boot-Rennen auf der Ostsee. Besonders in den NATURA-2000 Schutzgebieten dürfen solche Veranstaltungen nicht stattfinden. Im Fall der Wismarbucht kommt es zur Gefährdung vieler Vogelarten, die sich derzeit in der Mauser befinden und somit flugunfähig sind. Die Bundes- und Landespolitik muss hier ganz klare Grenzen setzen.“
Hintergrund:
Nach den Veranstaltungen in den Jahren 2009 und 2010 soll nun zum dritten Mal eine Power-Boot-Rennveranstaltung auf den Küstengewässern vor Boltenhagen stattfinden. Im Rahmenprogramm sind ebenfalls Hubschrauberrundflüge geplant. Veranstalter sind unter anderem Unternehmen, wie die „Offshore Performance Ibiza“ mit Sitz auf der größtenteils auf Massentourismus ausgerichteten spanischen Insel. Diese Unternehmen wollen nach eigenen Aussagen „die Boatshow in Boltenhagen zu einer festen Institution für alle machen, die das Interesse für die schnellen Boote teilen.“ Hauptsponsor der Power-Boot-Rennen auf der Wismarbucht ist die TUI AG, die vor Ort mehrere Hotels betreibt. Das weltweit agierende Reiseunternehmen wirbt für sich mit einer eigenen Abteilung "Umweltmanagement", die sich für Klimaschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt engagieren will: http://www.tui-group.com/de/nachhaltigkeit/umweltmanagement
Auch in diesem Jahr sollen rund 11 Meter lange Boote mit einer Leistung von bis zu 2000 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h an den Start gehen. Dabei reden die Veranstalter gern, um die Konflikte mit der Meeresumwelt zu verharmlosen, bei den so genannten „Poker-Runs“ von Geschicklichkeitsrennen, bei denen es nicht laut zugehe. Ihre eigenen Veranstaltungsberichte und Werbungen sind jedoch gezielt auf das Erleben von PS-starken Motoren und Hochgeschwindigkeit ausgerichtet. Da heißt es „100 Meilen Adrenalin“ oder „unvergesslichen 100mph Geschwindigkeitsrausch“, nachzulesen unter http://www.pokerrun-boltenhagen.de/
Quelle: BUND SN
Die Wismarbucht ist eines der bedeutendsten europäischen Schutzgebiete für bedrohte Vögel und Säugetiere an der Ostsee und vom Land Mecklenburg-Vorpommern als solches an die Europäische Kommission gemeldet und dort bestätigt worden. Vor sechs Jahren haben sich Nutzer der Wismarbucht mit der Umweltverwaltung des Landes auf eine freiwillige Vereinbarung verständigt, mit der sie sich verpflichten, das wertvolle Meeresgebiet schonend zu behandeln und damit dessen Naturschutz- und Erholungswert langfristig zu sichern
Aus Anlass des für Ende Juli (29.-31.7.2011) geplanten Power-Boot-Rennens („Poker-Run Weiße Wieck Boltenhagen“) in der Wismarbucht vor Boltenhagen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, bei Veranstaltern, Sponsoren und Genehmigungsbehörde, dem Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck, gegen die Durchführung der Veranstaltung protestiert und ein generelles Verbot derartiger Rennen in der Wismarbucht gefordert.
Arndt Müller, Naturschutzexperte des BUND, äußert sich wie folgt:
„Einzelne Veranstalter und Sponsoren irren sich, wenn sie glauben, dass die hiesigen Küstengewässer eine Rennstrecke für adrenalinhungrige Geschwindigkeitsfanatiker sind. Power-Boot-Rennen verlärmen die Meeresumwelt, beunruhigen und vertreiben hochgradig geschützte Meerestiere, wie Schweinswale, Seehunde und Kegelrobben. Diese Auswüchse der Spaßgesellschaft führen auf schnellstem Wege dazu, dass der Ruf der Wismarbucht als Urlaubsort für Naturfreunde ruiniert wird. Die Vereinbarung zwischen Wassersportlern, Anglern und Umweltbehörden zum Schutz der Wismarbucht wird damit zur Makulatur.“
Gegenüber dem Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck reklamiert der BUND, dass die Verträglichkeit des Bootsrennens mit den Naturschutzzielen des Gebietes nicht ausreichend untersucht wurde. Damit hat sich die Behörde über Naturschutzrecht hinweggesetzt. Auch sind die Umweltbehörden und Naturschutzverbände nicht umfassend angehört worden.
Besonders unverständlich ist aus Sicht des BUND, dass sich die TUI AG - Betreiberin des Hotelkomplexes "Weiße Wiek" Boltenhagen - als Hauptsponsor der umweltschädigenden Veranstaltung betätigt. Mit einer eigenen Abteilung "Umweltmanagement" versucht der Konzern das Bild eines Konzerns zu vermitteln, der sich für Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität einsetzt. So heißt es auf der Internetseite der TUI AG: "Unsere strategische Zielsetzung ist nicht die kurzfristige Vermarktung von Schutzgebieten, sondern die langfristige dauerhafte InWertsetzung von biologischer Vielfalt als das Natur-Kapitalvermögen von Urlaubsregionen, um damit die natürlichen Grundlagen des Tourismus zu erhalten." Nach Auffassung des BUND wirken Power-Boot-Rennen in der Wismarbucht dieser Zielstellung eindeutig entgegen.
Jan Barkowski, Meeresschutzexperte und Mitarbeiter im BUND-Projekt „Das Grüne Band an der Ostsee“:
„Der BUND fordert seit langem die Einstellung von Power-Boot-Rennen auf der Ostsee. Besonders in den NATURA-2000 Schutzgebieten dürfen solche Veranstaltungen nicht stattfinden. Im Fall der Wismarbucht kommt es zur Gefährdung vieler Vogelarten, die sich derzeit in der Mauser befinden und somit flugunfähig sind. Die Bundes- und Landespolitik muss hier ganz klare Grenzen setzen.“
Hintergrund:
Nach den Veranstaltungen in den Jahren 2009 und 2010 soll nun zum dritten Mal eine Power-Boot-Rennveranstaltung auf den Küstengewässern vor Boltenhagen stattfinden. Im Rahmenprogramm sind ebenfalls Hubschrauberrundflüge geplant. Veranstalter sind unter anderem Unternehmen, wie die „Offshore Performance Ibiza“ mit Sitz auf der größtenteils auf Massentourismus ausgerichteten spanischen Insel. Diese Unternehmen wollen nach eigenen Aussagen „die Boatshow in Boltenhagen zu einer festen Institution für alle machen, die das Interesse für die schnellen Boote teilen.“ Hauptsponsor der Power-Boot-Rennen auf der Wismarbucht ist die TUI AG, die vor Ort mehrere Hotels betreibt. Das weltweit agierende Reiseunternehmen wirbt für sich mit einer eigenen Abteilung "Umweltmanagement", die sich für Klimaschutz und Erhalt der biologischen Vielfalt engagieren will: http://www.tui-group.com/de/nachhaltigkeit/umweltmanagement
Auch in diesem Jahr sollen rund 11 Meter lange Boote mit einer Leistung von bis zu 2000 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h an den Start gehen. Dabei reden die Veranstalter gern, um die Konflikte mit der Meeresumwelt zu verharmlosen, bei den so genannten „Poker-Runs“ von Geschicklichkeitsrennen, bei denen es nicht laut zugehe. Ihre eigenen Veranstaltungsberichte und Werbungen sind jedoch gezielt auf das Erleben von PS-starken Motoren und Hochgeschwindigkeit ausgerichtet. Da heißt es „100 Meilen Adrenalin“ oder „unvergesslichen 100mph Geschwindigkeitsrausch“, nachzulesen unter http://www.pokerrun-boltenhagen.de/
Quelle: BUND SN
Freitag, 22. Juli 2011
Gesundheitsgefährdung durch Dämmplatten
Asthma, Allergien - immer mehr Bewohner von stark gedämmten Häusern klagen über gesundheitliche Probleme durch steigenden Schimmelpilzbefall. Dennoch will die Bundesregierung die Dämmung von Miethäusern und Eigenheimen vorantreiben, um den Heizenergieverbrauch und die CO2-Emissionen zum Schutz des Klimas zu senken. Lt. Bericht der WELT ONLINE sieht die Situation in den USA ganz anders aus: Dort haben mehrere Bundesstaaten die Dämmung von Wohnimmobilien durch vorgefertigte Platten aus Polystyrol, Polyurethan, Glas- oder Steinwolle verboten - um die Gesundheit der Bewohner zu schützen
Weiterführende Informationen gibt es hier
Weiterführende Informationen gibt es hier
Dienstag, 19. Juli 2011
EU beschließt Vereinheitlichung von Lebensmitteletiketten
Die EU beschließt eine Neuverordnung zur Vereinheitlichung von Lebensmitteletiketten, die voraussichtlich Mitte November 2011 in Kraft tritt. Verbraucherfreundlicher wird die Deklaration von Lebensmitteln u.a. durch die verbesserte Kennzeichung von Allergen und Produktnachahmungen.
Quelle: aid.de
Weitere Informationen
Quelle: aid.de
Weitere Informationen
Mittwoch, 13. Juli 2011
Hummelsterben aufgrund Nahrungsmangel
Münster (SMS) Zurzeit melden sich beim städtischen Amt für Grünflächen und Umweltschutz immer wieder besorgte Bürgerinnen und Bürger, die unter den Linden im Stadtgebiet zahlreiche tote oder sterbende Hummeln entdeckt haben. "Viele Anrufer vermuten, dass die Tiere sich vergiftet haben. Das ist aber nicht der Fall", stellt Dirk Dreier vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz klar. "Die Hummeln sind verhungert. Das Angebot an Nektar reicht nicht aus, um die Hummelvölker jetzt auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung zu ernähren."
Zahlreiche Arbeiterinnen und die für die Gründung neuer Völker so wichtigen Jungköniginnen sind geschlüpft und suchen in diesen Tagen in der näheren Umgebung ihrer Nester nach Nahrung. Diese finden sie jetzt fast nur noch in den Lindenblüten. Da die Bäume aber trotz reichlicher Nektarproduktion für die Fülle hungriger "Rüssel" nicht genügend Nahrung anbieten können, sterben viele erschöpfte Hummeln unter den blüten- und nektarreichen Linden.
In diesem Jahr ist dieses Phänomen besonders ausgeprägt. Auch ist die Blütezeit der Pflanzen etwa 14 Tage früher als sonst üblich. Mit dem gleichen Problem haben auch die Honigbienen und somit auch die Imker zu kämpfen. Dr. Werner Mühlen vom Bieneninstitut der Landwirtschaftskammer NRW in Münster weist darauf hin, dass einzelne Völker bis zu einem Kilogramm Honig pro Tag aufbrauchen, wenn sie nicht mit einer Zuckerlösung gefüttert werden.
Abhilfe kann das vermehrte Anpflanzen von Linden schaffen, der spät blühenden Silberlinde kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Auch sollten in den Gärten mehr blühende Stauden wie zum Beispiel Lavendel, Rosmarin, Salbei, Baldrian, Ehrenpreis oder verschiedene Disteln angepflanzt werden, rät Dirk Dreier. Ein weiterer Tipp: Wenn zumindest ein Teil des Rasens etwas länger stehen bleibt, kommen Weißklee, Gänseblümchen oder Braunelle zur Blüte und bieten Nahrung für Hummeln und Bienen.
Quelle: Stadt Münster, Presse- und Informatinsamt
Zahlreiche Arbeiterinnen und die für die Gründung neuer Völker so wichtigen Jungköniginnen sind geschlüpft und suchen in diesen Tagen in der näheren Umgebung ihrer Nester nach Nahrung. Diese finden sie jetzt fast nur noch in den Lindenblüten. Da die Bäume aber trotz reichlicher Nektarproduktion für die Fülle hungriger "Rüssel" nicht genügend Nahrung anbieten können, sterben viele erschöpfte Hummeln unter den blüten- und nektarreichen Linden.
In diesem Jahr ist dieses Phänomen besonders ausgeprägt. Auch ist die Blütezeit der Pflanzen etwa 14 Tage früher als sonst üblich. Mit dem gleichen Problem haben auch die Honigbienen und somit auch die Imker zu kämpfen. Dr. Werner Mühlen vom Bieneninstitut der Landwirtschaftskammer NRW in Münster weist darauf hin, dass einzelne Völker bis zu einem Kilogramm Honig pro Tag aufbrauchen, wenn sie nicht mit einer Zuckerlösung gefüttert werden.
Abhilfe kann das vermehrte Anpflanzen von Linden schaffen, der spät blühenden Silberlinde kommt hier eine besondere Bedeutung zu. Auch sollten in den Gärten mehr blühende Stauden wie zum Beispiel Lavendel, Rosmarin, Salbei, Baldrian, Ehrenpreis oder verschiedene Disteln angepflanzt werden, rät Dirk Dreier. Ein weiterer Tipp: Wenn zumindest ein Teil des Rasens etwas länger stehen bleibt, kommen Weißklee, Gänseblümchen oder Braunelle zur Blüte und bieten Nahrung für Hummeln und Bienen.
Quelle: Stadt Münster, Presse- und Informatinsamt
Samstag, 9. Juli 2011
Australische Regierung erlaubt Shell Gas-Bohrungen am UNESCO Welterbe Ningaloo Reef
Geplante Gas-Bohrungen von Shell am australischen UNESCO Welterbe Ningaloo Reef sorgen für Empörung bei Umweltschützern. Sie sehen das Ningaloo Korallenriff in Gefahr. Die australische Regierung hat dem Energie-Unternehmen Royal Dutch Shell die Erlaubnis erteilt, Gas-Bohrungen in der Nähe des zum UNESCO Welterbe zählenden Ningaloo Korallenriffs durchzuführen.
Das Ningaloo Reef hat eine wichtige Bedeutung als Ökosystem. Es gehört zum Ningaloo Wasserpark und ist Heimat von zahlreichen Tierarten. Etwa 22 Korallen-Arten bilden das Grundgerüst des marinen Ökosystems, in dem unter anderem tropische Fische, Meeresschildkröten, Rochen, Haie und Wale leben. Mögliche Umweltschäden durch die geplanten Gas-Bohrungen von Royal Dutch Shell könnten also katastrophale Auswirkungen auf das Ökosystem Ningaloo Reef haben. Diese Sorge treibt die Umweltschützer in ihrem Protest an. Umweltschutz-Organisationen wie der WWF werfen der australischen Regierung insbesondere vor, keine vollständige Umwelt-Studie vom Energie-Unternehmen Shell eingefordert zu haben. Tony Burke, der Umwelt-Minister Australiens, gab an, dass die Experten des Umwelt-Ministeriums dies nicht für nötig gehalten hätten. Pressesprecher von Shell Australia beteuerten, dass sich das Energie-Unternehmen der Verantwortung für die Umwelt bewusst sei und keine negativen Folgen für das Ningaloo Riff zu befürchten seien. Daran haben Umweltschutz-Organisation ihren Zweifel. Paul Gamblin, Leiter von WWF Western Australia, brachte seine Befürchtungen und die vieler anderer Umweltschützer mit einer sarkastischen Aussage zum Ausdruck. „BP habe den Menschen in den USA auch versichert, dass seine Bohrungen im Golf von Mexiko sicher seien und wir wissen was dort passiert ist“, so sein Kommentar.
Weitere Informationen
Das Ningaloo Reef hat eine wichtige Bedeutung als Ökosystem. Es gehört zum Ningaloo Wasserpark und ist Heimat von zahlreichen Tierarten. Etwa 22 Korallen-Arten bilden das Grundgerüst des marinen Ökosystems, in dem unter anderem tropische Fische, Meeresschildkröten, Rochen, Haie und Wale leben. Mögliche Umweltschäden durch die geplanten Gas-Bohrungen von Royal Dutch Shell könnten also katastrophale Auswirkungen auf das Ökosystem Ningaloo Reef haben. Diese Sorge treibt die Umweltschützer in ihrem Protest an. Umweltschutz-Organisationen wie der WWF werfen der australischen Regierung insbesondere vor, keine vollständige Umwelt-Studie vom Energie-Unternehmen Shell eingefordert zu haben. Tony Burke, der Umwelt-Minister Australiens, gab an, dass die Experten des Umwelt-Ministeriums dies nicht für nötig gehalten hätten. Pressesprecher von Shell Australia beteuerten, dass sich das Energie-Unternehmen der Verantwortung für die Umwelt bewusst sei und keine negativen Folgen für das Ningaloo Riff zu befürchten seien. Daran haben Umweltschutz-Organisation ihren Zweifel. Paul Gamblin, Leiter von WWF Western Australia, brachte seine Befürchtungen und die vieler anderer Umweltschützer mit einer sarkastischen Aussage zum Ausdruck. „BP habe den Menschen in den USA auch versichert, dass seine Bohrungen im Golf von Mexiko sicher seien und wir wissen was dort passiert ist“, so sein Kommentar.
Weitere Informationen
Freitag, 8. Juli 2011
Gentechnikfreies Soja aus Brasilien
Der Behauptung, es gäbe nicht genug gentechnikfreie Ware auf dem Weltmarkt, widersprechen die Verbände ganz klar. Die Erzeuger von ABRANGE produzieren jedes Jahr ca. acht Millionen Tonnen Sojabohnen, woraus knapp sechs Millionen Tonnen Sojaschrot gewonnen werden können. Dies ist mehr als die gesamte deutsche Landwirtschaft für Tierfutter jährlich benötigt. Und es gibt noch weitere Produzenten, die gentechnikfreie Ware anbieten. Problematisch für deren Planung ist nur, dass ihnen das Wissen über den zukünftigen Bedarf europäischer Abnehmer fehlt. Der VLOG kann ihnen mehr Sicherheit geben: „Die Nachfrage nach gentechnikfreiem Sojamehl wird definitiv zunehmen, auf Grund der Tatsache, dass immer mehr Ohne Gentechnik-Produkte angeboten werden", so VLOG-Vorstandsmitglied Jochen Koester.
Quelle: Informationsdienst Gentechnik
Abonnieren
Posts (Atom)